Hilfsaktionen des Council of World Elders
Waldbrände in der Türkei – Hilfsprojekt von Karin Tag
Karin Tag Charity Projekt in der Türkei
Aktion "Hilfe für Nepal" (Erdbebenhilfe)
Projekt Ghana "Brückenbau zur Hilfe von Kindern"
Aktion "Rettet die Guarani Indigenen"
Aktion "Helfen Sie Australiens Ureinwohnern"
Aktion "Retten Sie Perus (unkontaktierten) Urvölker"
Aktion Unterstützung der Urvölker UN Schutz-Konvention
Projekt Mongolei „Pflanzung 1 Million Bäume“
Projekt Ghana "Brückenbau zur Hilfe von Kindern"
Aktion "Helft den Terena Indigenen"
Die Waldbrände in Griechenland und der Türkei, sowie auch die in anderen Ländern, haben verheerende Folgen für die Familien, die unmittelbar betroffen sind. Die Erde ist im Wandel und erneuert sich. Unser Mitgefühl und unsere Tatkraft auf allen Ebenen sind wichtige Bausteine für einen Wandel in Positivität und die Heilung der Erde.
Für die direkt betroffenen Menschen hat es die Existenz gekostet. Auf dem Foto ist die 86jährige Ümmügülsüm Gülcelik zu sehen, die vor den Trümmern ihres Hauses sitzt und alles verloren hat, nicht nur ihr Haus, sondern auch ihren Gemüseanbau, von dem sie mit ihrer Familie bisher lebte. Karin Tag ist selbst direkt vor Ort in der Türkei und hilft, wo sie kann. Mit dieser Hilfsaktion möchte der Council of World Elders dieser Familie konkret helfen. Viel mehr Menschen brauchen zwar Hilfe, aber hier direkt vor Ort können wir selbst steuern und kontrollieren, dass Spenden richtig ankommen und sinnvoll eingesetzt werden.
Diese Aktion steht symbolisch für das Mitgefühl für alle betroffenen Menschen weltweit!
Wir sind für jede Unterstützung dankbar!
Bitte kontaktieren Sie Karin Tag über [email protected]
Karin Tag Charity Projekt in der Türkei
Karin Tag Charity Projekt in der Türkei im Sommer 2015
Diese türkische Familie lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen. Sie haben kein Haus, sondern leben in Hütten aus Plastikplanen. Karin Tag versorgt diese Familie seit Jahren mit dem Nötigsten. Kleidung, Nahrung und Spielzeug für die Kinder. Karin Tag kauft der türkischen Familie ein Haus auf Rädern, um ihre persönliche Situation zu verbessern und den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Das Haus wird vom Verkäufer zur Familie transportiert. Es wird eine Sickergrube für Toilette und Abwasser ausgehoben. Das Haus wird angeliefert. Das Haus steht!
Aktion Hilfe für Nepal (Erdbeben)
Karin Tag hat sofort nach dem ersten Erdbeben ein Team aus einheimischen Helfern aufgestellt, die tatkräftig und selbstständig mit einfachsten Mitteln unbürokratisch und zeitnah Hilfe leisten.
Seit dem verheerenden Erdbeben Ende April 2015 in Nepal und den starken Nachbeben sind die Lebensumstände für die Bevölkerung unzumutbar. Die meisten Häuser sind zerstört, die stehen gebliebenen Häuser sind durch Risse stark beschädigt und drohen jederzeit einzustürzen. Die Menschen leben seitdem unter freiem Himmel, wer kann teilt sich ein Zelt und findet so provisorischen Schutz vor dem Monsun, der alljährlich im Juni das Land in Dauerregen hüllt. Viele Menschen haben alles verloren, es fehlt ihnen an Zelten, Decken, Nahrungsmitteln und Trinkwasser.
Karin Tag hat sofort nach dem ersten Erdbeben ein Team aus einheimischen Helfern aufgestellt, die tatkräftig und selbstständig mit einfachsten Mitteln unbürokratisch und zeitnah Hilfe leisten. Das Helferteam aus Kathmandu kauft mit den von Karin Tag zur Verfügung gestellten Spenden Lebensmittel und Hilfsgüter lokal in Nepal ein und verteilt diese sofort an die Hilfsbedürftigen. Karin Tag hat hierfür Zelte, Zeltplanen, Reis, Mais, Nudeln, Salz, Speiseöl und Trinkwasser gespendet.
Auch Gebrauchswasser für den sanitären Bedarf in den Zeltlagern von Kathmandu fehlt vielerorts, was zusätzlich die Gesundheit der Bevölkerung belastet. Seitdem die sanitären Zustände in den von der Bevölkerung selbst organisierten Zeltlagern in der Hauptstadt immer
kritischer werden, spendet Karin Tag außerdem in den dortigen Lagern Kanisterwagen mit Trinkwasser und Wasser für den sanitären Gebrauch als Spülwasser zur Reinigung des Geschirrs und der Reinigung der Toiletten zur Aufrechterhaltung der Gesundheit. Trotzdem fehlt es
noch an Zelten und Decken. Da sich teilweise zuviele Menschen ein Zelt teilen müssen, können einige Erwachsene nur im Sitzen schlafen und klagen über Herzrasen, Schlaflosigkeit und Erkältungskrankheiten, auch weil nicht jede Familie eine eigene Decke hat.
Brückenbau in Ghana: „Hilfe für die Kinder in Afrika”
Karin Tag errichtet in Hohoe Ghana eine Brücke zur humanitären Hilfe der Kinder von Afrika.
Karin Tag errichtet in Hohoe Ghana eine Brücke zur humanitären Hilfe der Kinder von Afrika.
In Zusammenarbeit mit Seiner Majestät König Chepás Bansah, dem König von Hohoe Gbi Traditional Ghana, entsteht hier eine Brücke, welche die Versorgung des Dorfes Kpoeta mit Arzneimitteln und dem Nötigsten ermöglicht. Da sich das Wasser des dortigen Flusses mehrmals im Jahr zum reißenden Fluss entwickelt und gefährliche Tiere im Wasser leben, ist die Brücke für eine sichere Überquerung lebenswichtig. Im Besonderen für die Kinder von Hohoe ist die Brücke wichtig für einen sicheren und kürzeren Schulweg. Karin Tag finanziert dieses Projekt aus eigenem Budget. Die ersten Bilder der Dokumentation des Brückenbaus sind in diesem Monat der Anfang des großen Projektes.
Weitere Projekte sind hier geplant, wie zum Beispiel einen Brunnen für sauberes Trinkwasser.
Aktion Rettet die Guarani
Die Guarani-Kaiowá:
Eine humanitäre Krise mitten in Brasilien
Für die Guarani-Kaiowá ist Land die Quelle allen Lebens. Aber gewaltbereite Rancher haben das Gebiet der Guarani verwüstet und fast alles an sich gerissen. Ihre Kinder sterben und ihre Anführer werden erschossen. Hunderte Guarani haben Selbstmord begangen.
Wer sind die Guarani-Kaiowá?
Die Guarani-Kaiowá sind eines der größten indigenen Völker Brasiliens. Rund 45.000 Menschen leben im Bundesstaat Mato Grosso do Sul im Südwesten des Landes – auf einem Gebiet, das ihre Vorfahren seit Jahrhunderten bewohnt haben. Einst erstreckte sich ihr Land über weite Teile dieser Region. Heute sind sie in winzige Reservate gepfercht, während ringsherum Zuckerrohr- und Sojafelder im Besitz von Großgrundbesitzern wachsen. Was das für die Menschen bedeutet, zeigen die nackten Zahlen: In der Reserve Dourados leben über 15.000 Menschen auf gerade 3.500 Hektar – das entspricht weniger als einem Viertel Hektar pro Person. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Bauernhof in Deutschland ist rund 65 Hektar groß.
Leben am Rand der Existenz
Auf diesem kargen Stück Land kann niemand Landwirtschaft betreiben, die eine Familie ernährt. Die Folgen sind dramatisch. Eine unabhängige Studie der Bundesuniversität Grande Dourados aus dem Jahr 2023 hat in fünf Guarani-Kaiowá-Gemeinden erhoben, dass 77 Prozent der Haushalte unter Nahrungsunsicherheit leiden – also regelmäßig nicht genug zu essen haben. Ein Drittel der Familien (33,6 Prozent) kann ihre Kinder nicht ausreichend ernähren. Laut FUNAI, der staatlichen Indigenenbehörde, leiden 80 Prozent der Kinder unter fünf Jahren in besonders betroffenen Territorien an schwerer Unterernährung.
Wer nicht verhungert, vergiftet sich durch verseuchtes Wasser: 60 Prozent der Wasserproben aus Guarani-Kaiowá-Gemeinden zeigen alarmierende Pestizidrückstände – eingetragen durch die Agrarchemie der umliegenden Großbetriebe. Krebserkrankungen und Atemwegsleiden haben sich in den Gemeinschaften stark ausgebreitet.
Die höchste Selbstmordrate der Welt
Das Schlimmste aber ist die seelische Zerstörung. Kein Volk auf der Welt tötet sich in so großer Zahl selbst wie die Guarani-Kaiowá. Die Selbstmordrate beträgt das 34-fache des brasilianischen Landesdurchschnitts – und gilt als eine der höchsten, die je für eine Bevölkerungsgruppe dokumentiert wurden. Zwischen 2000 und 2019 wurden allein in Mato Grosso do Sul 834 indigene Selbstmorde registriert; das sind 63,7 Prozent aller indigenen Selbstmorde in ganz Brasilien. Besonders junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren wählen den Tod. Psychiater und Anthropologen sind sich einig: Der Verlust von Land, Kultur und Perspektive ist die Hauptursache. Wer kein Land hat, hat keine Identität, keine Zukunft.
Gewalt statt Schutz
Statt Schutz erfahren die Guarani-Kaiowá immer häufiger brutale Gewalt. Wenn Gemeinschaften versuchen, Teile ihres angestammten Landes zurückzugewinnen – sogenannte retomadas –, werden sie von bewaffneten Männern angegriffen, die von Großgrundbesitzern bezahlt werden. Zwischen 2022 und 2024 wurden 38 Morde an Indigenen in Mato Grosso do Sul registriert.
Im November 2025 geschah etwas, das weltweit Aufmerksamkeit erregte: Rund 20 schwer bewaffnete Männer griffen das indigene Lager Pyelito Kue an. Sie erschossen Vicente Fernandes Vilhalva, 36 Jahre alt, mit einem Schuss in den Kopf. Vier weitere Menschen wurden verletzt, Häuser wurden in Brand gesteckt. Es war der vierte Angriff in dieser Region innerhalb weniger Wochen. UN-Menschenrechtsexperten verurteilten den Angriff öffentlich und forderten Brasilien zum Handeln auf. Die Täter sind bis heute auf freiem Fuß.
Was Recht sagt und was die Wirklichkeit ist
Die brasilianische Verfassung von 1988 erkennt das Recht der indigenen Völker auf ihr angestammtes Land ausdrücklich an. Und 2023 erzielte die indigene Bewegung einen historischen Sieg: Das Oberste Bundesgericht (STF) erklärte mit 9 zu 2 Stimmen die sogenannte Marco-Temporal-Doktrin für verfassungswidrig. Diese Doktrin hätte indigenen Völkern ihre Landrechte entzogen, wenn sie ihr Land nicht exakt am Tag der Verfassung, dem 5. Oktober 1988, nachweislich bewohnt hatten – eine willkürliche Stichtagsregelung, die in der Praxis bedeutete: Wer zuvor vertrieben worden war, verlor auch noch sein Recht auf Rückkehr. Im Januar 2026 bestätigte das Gericht dieses Urteil und kippte auch das Parlamentsgesetz, das die Doktrin durch die Hintertür wieder einführen wollte.
Unter Präsident Lula wurden zudem erstmals seit 2018 wieder neue indigene Gebiete offiziell demarkiert – darunter beim UN-Klimagipfel COP30 im November 2025 auch Territorien, die Guarani-Kaiowá betreffen. Das sind wichtige Schritte. Doch über 240 indigene Gebiete in ganz Brasilien harren noch immer auf den Abschluss ihrer Anerkennungsverfahren, und für die meisten Guarani-Kaiowá-Gemeinschaften in Mato Grosso do Sul hat sich an der täglichen Realität nichts geändert.
Eine neue Bedrohung: Die Verfassung soll geändert werden
Ausgerechnet in dieser Lage beschloss der brasilianische Senat im Dezember 2025, in einem Eilverfahren und mit 52 zu 14 Stimmen, den sogenannten Verfassungsänderungsantrag PEC 48. Dieser Antrag soll den Marco Temporal – also genau jene Regelung, die das Oberste Gericht für verfassungswidrig erklärt hat – dauerhaft im Grundgesetz verankern. Würde die Abgeordnetenkammer die Änderung ebenfalls annehmen und Präsident Lula sie unterzeichnen, wären die Landrechte der indigenen Völker Brasiliens nahezu unwiderruflich ausgehöhlt. Die Führungen der größten indigenen Organisationen Brasiliens bezeichnen PEC 48 als die größte Bedrohung für ihre Existenz seit Jahrzehnten.
Warum Ihr Brief zählt
Brasilien ist kein gescheiterter Staat. Es gibt dort funktionierende Institutionen, eine unabhängige Justiz und eine Regierung, die sich zumindest offiziell zu den Rechten indigener Völker bekennt. Genau das macht öffentlichen Druck von außen so wirksam: Die brasilianische Politik reagiert auf internationale Aufmerksamkeit, insbesondere aus Europa. Briefaktionen wie diese haben in der Vergangenheit nachweislich dazu beigetragen, Vertreibungen aufzuhalten, Strafverfolgungen anzustoßen und politische Entscheidungen zu beeinflussen.
Die Forderungen in dem Brief, der weiter unten abgedruckt ist, sind konkret und rechtlich begründet: die vollständige Demarkierung der beanspruchten Guarani-Kaiowá-Territorien, Schutz vor bewaffneten Angriffen, und ein Nein zu PEC 48. Es braucht keine juristische Ausbildung und keine besondere Ortskenntnis, um diesen Brief zu schreiben – es braucht nur wenige Minuten Zeit und die Bereitschaft, für Menschen einzutreten, die seit Jahrzehnten auf Gehör warten.
[Absender]
[Name]
[Straße]
[PLZ Ort]
[Land]
Wellington César Lima e Silva
Ministro da Justiça e Segurança Pública
Esplanada dos Ministérios, Bloco T
Brasília – DF, CEP 70064-900
Brasilien
[Datum]
Betreff: Dringende Maßnahmen zum Schutz der Guarani-Kaiowá in Mato Grosso do Sul
Sehr geehrter Herr Minister,
ich wende mich mit großer Sorge an Sie bezüglich der anhaltenden und sich verschärfenden Situation der Guarani-Kaiowá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul.
Trotz positiver Schritte der brasilianischen Regierung – einschließlich der Demarkierung einiger indigener Gebiete unter der Lula-Regierung sowie des historischen Urteils des Obersten Bundesgerichtshofs (STF), der den Marco Temporal im September 2023 und erneut im Januar 2026 für verfassungswidrig erklärt hat – bleibt die humanitäre Lage der Guarani-Kaiowá katastrophal. Über 15.000 Menschen leben in der Dourados-Reserve auf gerade einmal 3.500 Hektar – viel zu wenig Land, um sich selbst versorgen zu können. Studien aus 2023 belegen, dass 77% der Haushalte in Guarani-Kaiowá-Gemeinden unter Nahrungsunsicherheit leiden. Die Selbstmordrate ist die 34-fache des brasilianischen Landesdurchschnitts und eine der höchsten weltweit.
Die Gewalt durch Agrarmilizen und Großgrundbesitzer hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch intensiviert. Im November 2025 wurde Vicente Fernandes Vilhalva, ein 36-jähriger Guarani-Kaiowá, beim vierten bewaffneten Angriff innerhalb weniger Wochen in der Terra Indígena Iguatemipeguá erschossen. UN-Experten verurteilten diesen Angriff öffentlich. Die Täter agieren weiterhin straflos, weil die Gebiete zwar als indigenes Land anerkannt, aber noch immer nicht physisch demarkiert und damit nicht rechtlich gesichert sind.
Darüber hinaus droht mit dem Verfassungsänderungsantrag PEC 48, den der Senat im Dezember 2025 verabschiedet hat, ein historischer Rückschlag: Sollte die Abgeordnetenkammer diese Änderung annehmen, würde der Marco Temporal verfassungsrechtlich verankert und damit die Landrechte der Guarani-Kaiowá und aller anderen indigenen Völker Brasiliens dauerhaft und irreversibel ausgehöhlt.
Ich fordere Sie dringend auf:
Die vollständige und unverzügliche Demarkierung aller beanspruchten Guarani-Kaiowá-Territorien in Mato Grosso do Sul zu veranlassen – insbesondere der bereits anerkannten, aber noch undemarkierten Gebiete wie Guyraroka und Pyelito Kue/Mbarakay.
Den Schutz der indigenen Gemeinschaften vor bewaffneten Angriffen durch Agrarmilizen sicherzustellen und die Täter strafrechtlich zu verfolgen.
Die Bundesregierung und Präsident Lula zu unterstützen, PEC 48 abzulehnen bzw. ein präsidiales Veto einzulegen, um die verfassungsrechtlichen Rechte der indigenen Völker zu wahren.
Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Ernährungs- und Gesundheitssituation in den überfüllten Reservaten einzuleiten, einschließlich des Schutzes vor Pestizidbelastung aus umliegenden Agrarbetrieben.
Die brasilianische Verfassung von 1988, das Urteil des STF und das Völkerrecht verpflichten den Staat, die Rechte der Guarani-Kaiowá zu schützen. Ich bitte Sie, dieser Verpflichtung mit konkreten Taten nachzukommen.
Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]
[Name]
Kopie an Ministerium für Indigene Völker:
Ministra Sônia Guajajara
Ministério dos Povos Indígenas
Esplanada dos Ministérios, Bloco C
Brasília – DF, CEP 70.050-000
Brasilien
Kopie an Botschaft Brasiliens, Berlin:
Botschaft der Föderativen Republik Brasilien
Wallstraße 57
10179 Berlin
Wird mein Brief etwas bewirken?
Ja. Immer und immer wieder haben diese Briefe Regierungen und andere zur Verantwortung gezogen. Politik wurde verändert und Leben gerettet.
Warum ein Brief in Deutsch?
Briefe in anderen Sprachen zeigen, dass sich weltweit eine breite Öffentlichkeit für indigene Völker einsetzt. Das macht Eindruck. Durch Schlüsselworte werden die Briefe trotzdem verstanden und, wie die Erfahrung zeigt, auch beantwortet.
Soll ich meinen Brief per Fax, E-Mail oder Post schicken?
Die stärkste Wirkung haben Briefe die per Post gesendet werden. Manchmal veröffentlichen wir auch E-Mail-Adressen oder Faxnummern, wenn eine realistische Chance besteht, dass diese gelesen werden. Aber E-Mail-Adressen ändern sich und Faxgeräten wird der Stecker gezogen. Wenn immer möglich, senden Sie Ihre Briefe per Post.

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Videoaufruf "Rettet die Guarani"
In einem bewegenden Videoaufruf bittet Harald Glööckler um Unterschriften für die Guaraní.
Harald Glööckler ist ein deutscher Modedesigner und Unternehmer, der mit seinem Label „POMPÖÖS“ und seinem sozialen Engagement für Kinder, Tiere und Hilfsprojekte zu einer der großartigsten Persönlich-keiten der deutschen Mode- und Medienlandschaft geworden ist.
Der Council of World Elders dankt Harald Glööckler für die Unterstützung bei der Aktion „Rettet die Guaraní“!

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Aufruf "Rettet die Guarani" von Nina Hagen (Global Advisor) und Karin Tag im radioeins Berlin
Nina Hagen wird international als bahnbrechende „Godmother of Punk“ und stimmgewaltiges Ausnahmetalent gefeiert. Ihr Wirken verbindet exzentrische Kunst, rebellischen Freigeist und tief empfundene Nächstenliebe.
Nina Hagen engagiert sich aktiv im Kinder- und Jugendschutz, im Gesundheitswesen, für Bürgerrechte und Obdachlose.
Der Council of World Elders dankt Nina Hagen und radioeins Berlin für die Unterstützung bei der Aktion „Rettet die Guaraní“!
Aktion "Helfen Sie Australiens Ureinwohnern"
Die First Nations Australiens: Der Kampf um Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Die First Nations Australiens: Der Kampf um Selbstbestimmung und Gleichberechtigung
Im deutschen Sprachraum wurden die Ureinwohner Australiens lange Zeit als „Aborigines“ bezeichnet. Im englischsprachigen Raum gilt dieser Begriff heute als kolonial geprägt und abwertend. Stattdessen wird von „Aboriginal and Torres Strait Islander peoples“, „First Nations“ oder „Indigenen Australiern“ gesprochen. Das Wort „Aboriginal“ wird dabei nur als Adjektiv verwendet.
Bis zur Kolonisation lebten die First Nations als Jäger und Sammler. Durch eingeschleppte Krankheiten und extrem gewaltsame Konflikte sank ihre Zahl von geschätzten 1.000.000 auf zeitweise nur noch 60.000. Hauptursache der Konflikte war der Zugang zu Ressourcen: Weil Siedler und deren Nutztiere Wasserstellen und Grasland zerstörten, verloren die indigenen Völker ihre Lebensgrundlage. Zudem kannten sie kein Konzept von privatem Landbesitz; sie verstehen sich bis heute als Hüter des Landes, die im Einklang mit der Natur leben. Heute hat sich die Bevölkerung erholt: Über 810.000 Menschen identifizieren sich als indigen, etwa drei Viertel von ihnen leben in Städten. Als eine der letzten Regionen wurde die Western Desert in den 1950er und 1960er Jahren rigoros geräumt. Die Menschen wurden gezwungen, ihr Nomadenleben aufzugeben, damit das Militär auf dem Gebiet von Maralinga Tjarutja Atomwaffentests durchführen konnte.
Trotz Fortschritten ist die soziale Kluft tief: Die Arbeitslosigkeit unter indigenen Australiern ist nach wie vor drastisch erhöht, der Bildungsstand im Schnitt niedriger. Die Kindersterblichkeit ist doppelt so hoch und die Lebenserwartung liegt – je nach Region – um etwa 8 bis 10 Jahre unter der der nicht-indigenen Bevölkerung. Besonders alarmierend ist die Lage in den Gefängnissen: Obwohl der Bevölkerungsanteil der First Nations bei knapp 3,8 % liegt, stellen sie mehr als ein Drittel (über 32 %) aller Inhaftierten im Land.
Als tiefe historische Ursache für dieses Trauma gilt die Politik der „Stolen Generations“ (ca. 1900 bis 1970), bei der indigene Kinder systematisch und oft gewaltsam aus ihren Familien gerissen wurden, um sie in Heimen oder weißen Adoptionsfamilien zu assimilieren.
Im Jahr 2007 führte ein Untersuchungsbericht über Missstände im Northern Territory zur umstrittenen „Northern Territory National Emergency Response“. Diese brachte Alkoholverbote und eine staatliche Zwangsverwaltung von Sozialgeldern mit sich, hob aber auch die mühsam erkämpfte Selbstverwaltung indigener Gemeinden weitgehend auf. Obwohl diese Sondergesetze im Jahr 2022 offiziell ausliefen, sind die Folgen der Bevormundung bis heute spürbar. Nach dem gescheiterten Referendum von 2023, das den First Nations eine feste beratende Stimme im Parlament garantieren sollte, bleibt die Forderung nach echter Selbstverwaltung, Landrechten und politischer Mitbestimmung das zentralste Thema für die Zukunft der indigenen Bevölkerung.
The Hon Anthony Albanese MP
Prime Minister
Parliament House
CANBERRA ACT 2600
Australia
[Ort, Datum]
Sehr geehrter Herr Premierminister Albanese,
ich bin zutiefst besorgt darüber, dass die indigene Bevölkerung in einem wohlhabenden Land wie Australien nach wie vor unter gravierenden gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen leidet.
Die historische Erfahrung zeigt deutlich: Chronische Gesundheitsprobleme, eine geringere Lebenserwartung und die hohe Kindersterblichkeit lassen sich langfristig nur lösen, wenn die First Nations Australiens wieder die echte Kontrolle über ihr Leben, ihre Gemeinden und ihr traditionelles Land erlangen.
Der Weg zu einer gerechten Zukunft liegt nicht in staatlicher Bevormundung oder dem Entzug von Rechten, sondern in einer gestärkten Selbstverwaltung. Für eine nachhaltige Schließung der Lebensstandard-Kluft (Closing the Gap) braucht es eine echte, tiefgreifende Mitbestimmung der indigenen Völker bei allen politischen Entscheidungen, die ihre Zukunft direkt betreffen.
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
Wird mein Brief etwas bewirken?
Ja. Immer und immer wieder haben diese Briefe Regierungen und andere zur Verantwortung gezogen. Politik wurde verändert und Leben gerettet.
Warum ein Brief in Deutsch?
Briefe in anderen Sprachen zeigen, dass sich weltweit eine breite Öffentlichkeit für indigene Völker einsetzt. Das macht Eindruck. Durch Schlüsselworte werden die Briefe trotzdem verstanden und, wie die Erfahrung zeigt, auch beantwortet.
Soll ich meinen Brief per Fax, E-Mail oder Post schicken?
Die stärkste Wirkung haben Briefe die per Post gesendet werden. Manchmal veröffentlichen wir auch E-Mail-Adressen oder Faxnummern, wenn eine realistische Chance besteht, dass diese gelesen werden. Aber E-Mail-Adressen ändern sich und Faxgeräten wird der Stecker gezogen. Wenn immer möglich, senden Sie Ihre Briefe per Post.
Nur 100 km von Machu Picchu entfernt werden unkontaktierte Völker bedroht!
Ein Konsortium von Unternehmen – darunter das US-amerikanische Unternehmen Hunt Oil, das spanische Repsol und der argentinische Ölkonzern Pluspetrol – betreibt das umstrittene Camisea-Gasprojekt im peruanischen Amazonasgebiet. Dieses Projekt beinhaltet seismische Messungen, Sprengungen und Erkundungsbohrungen in Gebieten, die von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnt werden. Seit 2012 haben sich die Pläne zur Expansion auf das Schutzgebiet unkontaktierter Völker sogar noch ausgeweitet.
Es wurde bereits 2003 durch einen höchstinstanzlichen Gerichtserlass beschlossen, dass keine Genehmigungen zur Erkundung von Bodenschätzen im Schutzgebiet für unkontaktierte Völker bewilligt werden dürfen. Trotzdem genehmigten die peruanischen Behörden die Expansion des Camisea-Projekts – das peruanische Kulturministerium stimmte einer Projekterweiterung in das Schutzgebiet zu, sobald lediglich drei Nebenbedingungen erfüllt sein würden. Der UN-Sonderberichterstatter empfahl daraufhin, vor jeder weiteren Expansion zuerst „erschöpfende Studien" zur Lage der unkontaktierten Völker durchzuführen.
Heute erkennt Peru offiziell die Existenz von mindestens 20 bis 25 unkontaktierten Völkern im Amazonasgebiet an. Sie leben in sieben gesetzlich geschützten Schutzgebieten, doch mehr als 70% des peruanischen Amazonasgebietes wurden bereits an Ölkonzerne verpachtet – weite Teile davon in Regionen, in denen unkontaktierte Völker leben.
Die aktuelle Lage (Stand 2025/2026)
Die Bedrohungen haben sich seit 2012 verschärft. Im Jahr 2024 tauchten Dutzende Angehörige des Volkes der Mashco Piro – des nach Schätzungen größten unkontaktierten Volkes der Welt mit rund 750 Personen – am Flussufer nahe dem Dorf Monte Salvado auf. Experten sehen dies als direktes Zeichen, dass Holzeinschlag in ihrem Gebiet sie aus dem Wald treibt. Eine Holzfirma hat dort Straßen von insgesamt 200 Kilometern Länge gebaut, um Holz abzutransportieren.
Im Jahr 2025 prangerten führende peruanische Indigenen-Organisationen eine regelrechte „Vernichtungskampagne" an und schrieben Briefe an die Regierungen Deutschlands, des Vereinigten Königreichs, Norwegens und der USA sowie an die Deutsche Entwicklungsbank (KfW) und die Weltbank. Hintergrund sind zwei neue Gesetzentwürfe, die im peruanischen Kongress eingebracht wurden:
• Proyecto de Ley 12215/2025-CR („Vernichtungsgesetz"): Sieht vor, alle bestehenden Schutzgebiete für unkontaktierte Völker alle sechs Monate zu „überprüfen", mit dem Risiko der vollständigen Auflösung.
• Proyecto de Ley N° 11822/2024-CR: Würde sämtliche Schutzgebiete für Öl- und Gasförderung öffnen – in etwa 18 dieser Gebiete leben derzeit unkontaktierte Menschen.
Ein früherer ähnlicher Gesetzentwurf (Nr. 3518) wurde von den Kongressausschüssen abgelehnt, nachdem Indigenenorganisationen und internationale NGOs massiven Druck ausübten.
Laut einer umfassenden Studie von Survival International aus dem Jahr 2025 gibt es weltweit mindestens 196 unkontaktierte Völker, davon 188 in Südamerika. Die Autoren warnen, dass fast die Hälfte dieser Völker innerhalb von zehn Jahren ausgelöscht werden könnte, wenn Regierungen und Unternehmen nicht handeln.
Presidente de la República del Perú
[Name des neuen Präsidenten / Presidente de la República]
Jr. de la Unión s/n 1ra. Cuadra Lima
Lima
PERU
[Ort], [Datum] 2026
Sehr geehrter Herr Präsident,
ich wende mich als besorgte Bürgerin / besorgter Bürger aus Deutschland an Sie und möchte Ihre Aufmerksamkeit auf die Situation der unkontaktierten indigenen Völker in Peru lenken.
Selbst in den Reservaten bedrohen illegale Holzfäller, der Straßenbau sowie die Erkundung und Förderung von Gas, Öl und anderen Bodenschätzen die unkontaktierten indigenen Völker in ihrer Existenz. Die Expansion des Camisea-Gasprojekts in das Lebensgebiet unkontaktierter Völker sowie aktuelle Gesetzentwürfe, die Schutzgebiete öffnen oder abschaffen würden, verschärfen diese Bedrohung dramatisch.
Bitte stoppen Sie in den Gebieten, die von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnt werden:
- die Erkundung und die Förderung von Gas, Öl und anderen Bodenschätzen,
- die Abholzung,
- den Bau von Straßen.
Andernfalls werden die unkontaktierten Völker sehr großes Leid erfahren. Möglicherweise werden die indigenen Stämme nach und nach vollständig ausgelöscht.
Bitte unterstützen Sie das Recht dieser Menschen, in Frieden und Sicherheit zu leben, und verbieten Sie den Holzfällern und Ölunternehmen den Zugang zum Gebiet der unkontaktierten indigenen Völker. Lehnen Sie die Gesetzentwürfe ab, die Schutzgebiete zur Disposition stellen (insbesondere Proyecto de Ley 12215/2025-CR und Proyecto de Ley N° 11822/2024-CR).
Mit freundlichen Grüßen
[Ihr Name]
Wird mein Brief etwas bewirken?
Ja. Immer und immer wieder haben diese Briefe Regierungen und andere zur Verantwortung gezogen. Politik wurde verändert und Leben gerettet.
Warum ein Brief in Deutsch?
Briefe in anderen Sprachen zeigen, dass sich weltweit eine breite Öffentlichkeit für indigene Völker einsetzt. Das macht Eindruck. Durch Schlüsselworte werden die Briefe trotzdem verstanden und, wie die Erfahrung zeigt, auch beantwortet.
Soll ich meinen Brief per Fax, E-Mail oder Post schicken?
Die stärkste Wirkung haben Briefe die per Post gesendet werden. Manchmal veröffentlichen wir auch E-Mail-Adressen oder Faxnummern, wenn eine realistische Chance besteht, dass diese gelesen werden. Aber E-Mail-Adressen ändern sich und Faxgeräten wird der Stecker gezogen. Wenn immer möglich, senden Sie Ihre Briefe per Post.
Das Anliegen des unten aufgeführten Briefes an die Bundeskanzlerin von 2012 ist vollständig erfüllt! Deutschland hat die UN Konvention ratifiziert.
Am 23. Juni 2022 ist ILO 169 zur Anerkennung einer Vielzahl von Grundrechten indigener Völker offiziell für Deutschland in Kraft getreten.
Oktober 2012
Deutsche Bundesregierung lehnt internationales Übereinkommen für die Rechte indigener Völker ab!
Die vom Deutschen Bundestag beantragte Ratifizierung der Konvention wurde von der Bundesregierung abgelehnt. Die Unionsfraktion sieht in dem Übereinkommen Nr. 169 der „International Labour Organization“ (ILO), eine Agentur der UN, Nachteile für deutsche Unternehmen in Entwicklungsländern. Eine Sprecherin der Unionsfraktion verweist darauf, dass die Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte bei den jeweiligen Heimatstaaten liegt.
Tatsächlich gibt es Fälle in denen deutsche Unternehmen gegen das Übereinkommen ILO 169 verstoßen. So auch das Jointventure von Siemens und Voith, welches an dem Bau des Belo Monte Staudamms beteiligt ist, welcher die Lebensgrundlage von tausenden Indianern einschließlich dem von unkontaktierten Völkern bedroht.
Spanien, die Niederlande und 20 weitere Staaten haben im Gegensatz dazu das Übereinkommen ILO 169 bereits ratifiziert. Es soll eine Vielzahl von Grundrechten garantieren. Es beinhaltet den Schutz und die Anerkennung der Landrechte indigener Völker sowie UN-Mindeststandards zur Konsultation und Mitentscheidung für die sie betreffenden Projekte.
Wie kann ich helfen?
Das Anliegen des unten aufgeführten Briefes an die Bundeskanzlerin von 2012 ist vollständig erfüllt! Deutschland hat die UN Konvention ratifiziert!
Bitte schreiben Sie einen Brief an die Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel.
Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt
Musterland – Bitte auch das Datum (unter der Anschrift) anpassen
Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel Bundeskanzleramt Willy-Brandt-Straße 1 10557 Berlin
6. November, 2012
Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,
hiermit fordere ich Sie auf, eine Ratifizierung des Übereinkommens Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO 169) zu ermöglichen, da es sich hierbei um das einzige völkerrechtliche Abkommen handelt, das die Rechte indigener Völker verbindlich regelt.
Diese Rechte anzuerkennen ist entscheidend für das Überleben von Millionen von Menschen. Es kann helfen sie vor Unterdrückung, Diskriminierung und Vertreibung zu schützen.
Deutschland lehnt das Abkommen bisher mit der Begründung ab, dass es in Deutschland keine indigene Bevölkerung im Sinne des Übereinkommens Nr. 169 gibt. ILO 169 enthält jedoch keinen Hinweis darauf, dass das Abkommen nur für Staaten relevant ist, welche eine indigene Bevölkerung haben. Dies erkannten auch die Niederlande und Spanien, als sie das Abkommen ratifizierten.
Weiterhin ist die Behauptung, dass die Ratifizierung von ILO 169 durch die Anerkennung spezieller Rechte für einige Gruppen der deutschen Politik entgegensteht, nicht nachzuvollziehen. Das Übereinkommen erkennt die kollektiven Rechte indigener Völker an, die ihren speziellen Bedürfnissen entsprechen und ohne welche sie grundlegende Menschenrechte nicht verwirklichen können. Niemals würde ILO 169 internationalen Menschenrechten entgegenstehen, die Konvention ist vielmehr Teil dieser.
Nicht zuletzt ist das Argument, dass deutsche Unternehmen durch eine Ratifizierung Nachteile zu befürchten hätten, erschreckend. Die Aktivitäten deutscher Unternehmen und die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik wirken sich auch auf indigene Völker aus. Eine Ratifizierung von ILO 169 würde minimale Standards sichern, anhand derer sich diese Vorhaben messen lassen müssten.
Ich hoffe sehr, dass Sie sich für die Ratifizierung von ILO 169 einsetzen und freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Wiederaufforstungsprojekt Mongolei: „Eine Million Bäume" Ziel erreicht!
Impuls zum Start des "1 Milliarde Bäume Projekt" gesetzt!
Durch illegale Abholzungen, unkontrollierte Waldbrände und jahrzehntelangen Raubbau hat die Mongolei einen drastischen Rückgang ihrer Waldbedeckung erlebt: Hunderte von Flüssen, Quellen und Seen sind seitdem verschwunden. Um der damit verbundenen Versteppung und Austrocknung entgegenzuwirken, startete die Galsan Tschinag Stiftung im April 2009 das Projekt „Eine Million Bäume für die Mongolei" – ein zentraler Beitrag zur Erneuerung der Natur und des Klimas.
Der Council of World Elders unterstützte dieses Projekt von Beginn an. Karin Tag, Gründerin und Präsidentin des Council of World Elders, trug als frühe Sponsorin maßgeblich zur Finanzierung der Baumpflanzungen bei und unterstützte damit Galsan Tschinag – Stammesführer der Tuwa-Nomaden, Schriftsteller, Schamane und Mitglied des Council of World Elders – bei der Umsetzung seiner Vision.
Das Meilensteinziel erreicht
Gepflanzt werden vor allem heimische Baumarten wie Lärchen, Kiefern, Tannen, Pappeln, Flussweiden, Ulmen, Ahorn und Akazien. Die Anzahl der gepflanzten Bäume wuchs stetig: von über 300.000 Bäumen Ende 2012 auf 408.000 im Jahr 2014, 700.000 im Jahr 2017 und schließlich 902.000 im Jahr 2019. Am 15. Oktober 2021 wurde der millionste Baum gepflanzt – nach zwölf Jahren Arbeit war die Vision vollständig erfüllt. Anlässlich dieses Meilensteins erhielt Galsan Tschinag von der mongolischen Umweltministerin den „Arbeitsorden als führender Umweltschützer". Im Dezember 2023 – anlässlich seines 80. Geburtstages – verlieh ihm der mongolische Staatspräsident den höchsten Staatsorden der Mongolei, den Suchbaatarorden mit dem Titel „Held der Arbeit", auch in ausdrücklicher Würdigung des Baumprojekts.
Nationale und internationale Strahlkraft
Das Projekt hat weit über die eigene Initiative hinaus Wirkung erzeugt: Inspiriert durch Galsan Tschinags Projekt startete die mongolische Regierung im Oktober 2021 eine nationale Kampagne mit dem Ziel, bis 2030 1 Milliarde Bäume zu pflanzen. Bis Oktober 2023 wurden im Rahmen dieser Nationalkampagne bereits rund 41,5 Millionen Bäume gepflanzt.
Das Projekt lebt weiter
Die Galsan Tschinag Stiftung setzt ihr Engagement auch nach Erreichen des Millionenziels fort. Die Baumschule bei Ulaanbaatar hat sich zu einem anerkannten Kompetenzzentrum für Wiederaufforstung in der Mongolei entwickelt. Neue Teilprojekte wie der „Lebensgarten" (2022) und der „Ewige Garten" (2023) schreiben die Arbeit fort. Galsan Tschinags Sohn Galtaikhuu Galsan, der 2024 die Häuptlingswürde seines Vaters übernommen hat, führt das Engagement weiter und ist als Vorstandsvorsitzender des Mongolischen Umweltschutz-Dachverbandes MECC tätig, der über 200 Umwelt-NGOs in allen 21 Provinzen der Mongolei vertritt.
Terena: Unerfüllte Landrechte werden systematisch blockiert
Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpfen die Terena im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul um das, was ihnen die brasilianische Verfassung ausdrücklich garantiert: ihr angestammtes Land. Das Ergebnis bisher: ein erschossener Anführer, ungesühnte Polizeigewalt, blockierte Landverfahren – und ein Parlament, das den gesetzlichen Schutz indigener Rechte aktiv aushöhlt.
Im Mai 2013 erschossen Bundespolizisten bei einer Räumung auf der Fazenda Buriti bei Sidrolândia den Terena-Anführer Oziel Gabriel und verletzten weitere Gemeindemitglieder. Das brasilianische Bundesministerium für öffentliche Anklage kam 2016 zu dem Schluss, dass die Bundespolizei für seinen Tod verantwortlich war. Strafrechtlich ist der Fall bis heute nicht abgeschlossen. Das besetzte Gebiet, das FUNAI bereits 2010 als Terena-Land anerkannt hatte, wurde nie vollständig übergeben. Ein Fall, der exemplarisch zeigt, wie Behördenzusagen in Brasilien angesichts von Großgrundbesitz-Interessen wertlos werden können.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Jahr 2024 wurden laut dem brasilianischen Indigenen-Missionsrat CIMI landesweit 211 Indigene ermordet – mit Mato Grosso do Sul als einem der Haupttatgebiete (33 Tötungen, dritthöchster Wert aller Bundesstaaten). In nur drei Jahren (2022–2024) wurden im Bundesstaat 38 Indigene getötet, überwiegend im Kontext ungelöster Landkonflikte. Bewaffnete Milizen und capangas im Dienst der Agrarindustrie schüchtern Terena und andere indigene Gemeinschaften ein, die Ländereien zurückfordern – mit stillschweigender Duldung lokaler Behörden. Die Terena selbst formulierten es auf ihrer 18. Großen Versammlung im August 2025 unmissverständlich: „Unser Leben ist mehr wert als der Profit des Agrobusiness."
Die politische Architektur des Problems ist klar erkennbar: Die Bundesregierung unter Präsident Lula versucht, Kurs zu korrigieren — mit der Gründung eines Ministeriums für Indigene Völker, der Anerkennung von 21 Territorien seit 2023 und dem Veto gegen Teile des Marco-Temporal-Gesetzes. Doch der Nationalkongress, der maßgeblich von der agrarpolitischen Lobby (Bancada Ruralista) geprägt wird, sabotiert diese Fortschritte systematisch: 2023 überstimmte er Lulas Veto und verabschiedete das Gesetz 14.701/2023, das indigene Landansprüche faktisch an den Stichtag 5. Oktober 1988 knüpft – und damit all jene Gemeinschaften ausschließt, die zuvor durch Gewalt und Zwang von ihrem Land verdrängt wurden. Ende 2025 versuchte der Senat mit der PEC 48/2023 sogar, diese Regelung dauerhaft in die Verfassung zu schreiben; er stimmte mit 52 zu 14 Stimmen dafür. Für Eloy Terena, Vizeministerium für Indigene Völker, zeigt dies, dass auch die Regierungsseite den Dialog mit dem Kongress lange zu wenig gesucht hat. Auf UN-Ebene sprach der Sonderberichterstatter für indigene Rechte im Juni 2025 ein unmissverständliches Urteil: Brasilien müsse die Marco-Temporal-Doktrin „ein für alle Mal aufgeben" – andernfalls drohe für viele Gemeinschaften ein „langsames, schmerzhaftes Aussterben".
Für die Terena in Mato Grosso do Sul bedeutet das: Ihr Landrecht ist verfassungsrechtlich anerkannt, gerichtlich bestätigt – und politisch blockiert. Genau deshalb bleibt internationaler öffentlicher Druck unverzichtbar.
Präsident der Föderativen Republik Brasilien
Luiz Inácio Lula da Silva
Palácio do Planalto
Praça dos Três Poderes
Brasília – DF, CEP 70150-900
BRASILIEN
[Ort], [Datum]
Sehr geehrter Herr Präsident Lula da Silva,
ich schreibe Ihnen mit großer Besorgnis über die anhaltende Situation der indigenen Völker Brasiliens, insbesondere der Terena in Mato Grosso do Sul.
Seit Jahren kämpfen die Terena um die rechtliche Anerkennung ihrer angestammten Territorien. Die Tragödie von 2013, als bei der Räumung der Fazenda Buriti ein Terena-Anführer von der Bundespolizei erschossen wurde, steht symptomatisch für ein strukturelles Versagen des brasilianischen Staates gegenüber indigenen Gemeinschaften. Trotz Ihrer Regierung nachweislicher Fortschritte bei der Demarkierung — für die ich Ihnen meinen Respekt ausspreche — sind zahlreiche Terena-Territorien bis heute nicht vollständig anerkannt.
Ich bin zutiefst besorgt über das Gesetz 14.701/2023 ("Stichtag-Gesetz"), das die durch Jahrzehnte der Zwangsvertreibung geprägten Völker faktisch von ihren verfassungsrechtlichen Landrechten ausschließt. Ich fordere Sie auf, das Gesetz in seiner Gesamtheit mit einem Veto zu belegen, und unterstütze das Urteil des Supremo Tribunal Federal, das die Marco-Temporal-These als verfassungswidrig erklärt hat.
Mit Blick auf das fertiggestellte Kraftwerk Belo Monte bitte ich Sie außerdem sicherzustellen, dass die gegenüber den Xingu-Anrainervölkern gemachten Zusagen aus dem Lizenzverfahren von 2010 unverzüglich eingehalten werden — insbesondere in Bezug auf den Mindestdurchfluss des Xingu-Flusses und die Existenzgrundlage der von der Volta Grande abhängigen indigenen Gemeinschaften.
Ich rufe Sie auf, die brasilianische Verfassung und die ILO-Konvention 169 in vollem Umfang umzusetzen: durch freie, vorherige und informierte Konsultation aller indigenen Gemeinschaften bei Infrastrukturprojekten auf ihrem Gebiet, durch die Beschleunigung aller offenen Demarkierungsverfahren und durch den aktiven Schutz indigener Gemeinschaften vor Gewalt durch Großgrundbesitzer und deren private Milizen.
Mit freundlichen Grüßen
[Dein Name]
Schreiben Sie zusätzlich an:
Brasilianische Botschaft Berlin
Obiges Schreiben als Kopie an: [email protected]
Ministerium für Indigene Völker
Ministério dos Povos Indígenas
Ministerin Sônia Guajajara
Brasília, DF
BRASILIEN
Wird mein Brief etwas bewirken?
Ja. Immer und immer wieder haben diese Briefe Regierungen und andere zur Verantwortung gezogen. Politik wurde verändert und Leben gerettet.
Warum ein Brief in Deutsch?
Briefe in anderen Sprachen zeigen, dass sich weltweit eine breite Öffentlichkeit für indigene Völker einsetzt. Das macht Eindruck. Durch Schlüsselworte werden die Briefe trotzdem verstanden und, wie die Erfahrung zeigt, auch beantwortet.
Soll ich meinen Brief per Fax, E-Mail oder Post schicken?
Die stärkste Wirkung haben Briefe die per Post gesendet werden. Manchmal veröffentlichen wir auch E-Mail-Adressen oder Faxnummern, wenn eine realistische Chance besteht, dass diese gelesen werden. Aber E-Mail-Adressen ändern sich und Faxgeräten wird der Stecker gezogen. Wenn immer möglich, senden Sie Ihre Briefe per Post.